Weiterer Umgang mit den
AVR-Brennelementen

Die JEN ist verantwortlich für den Rückbau des früheren AVR-Versuchsreaktors und für den weiteren Umgang mit den AVR-Brennelementen. Der Schutz der Mitarbeiter, der Bevölkerung und der Umwelt haben dabei oberste Priorität.

In einem Zwischenlager der JEN (AVR-Behälterlager) lagern 288.161 kugelförmige Brennelemente und 124 Moderator-Kugeln in 152 Castoren vom Typ THTR/AVR. Diese stammen aus dem 1988 abgeschalteten AVR-Versuchsreaktor der ehemaligen Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor GmbH. Das AVR-Behälterlager in Jülich war gemäß § 6 Atomgesetz befristet bis zum 30. Juni 2013 genehmigt. Das Forschungszentrum Jülich – als bis September 2015 verantwortliche Einrichtung – beantragte bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eine Verlängerung der Genehmigung zur Aufbewahrung im bestehenden Zwischenlager. Als Voraussetzung für die Erteilung dieser Genehmigung sind insbesondere Nachweise zum Prüfpunkt Erdbebensicherheit nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik zu erbringen.

Um diese Nachweise zu führen, wurden externe Sachverständige mit den hierfür geforderten komplexen Untersuchungen und Berechnungen beauftragt. Sie kamen nach aufwendigen Erkundungsarbeiten des Untergrundes zu dem Ergebnis, dass der geforderte Nachweis der Erdbebensicherheit für das derzeitige Zwischenlager nicht mit standardisierten Verfahren erbracht werden kann. Die maßgebliche technische Regel fordert in einem solchen Fall weiterführende Untersuchungen, welche derzeit im Auftrag der JEN durchgeführt werden.

Um den Eintritt eines genehmigungslosen Zustands nach dem 30. Juni 2013 zu verhindern, hatte die zuständige Atomaufsichtsbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen (Wirtschaftsministerium NRW), zunächst zwei atomrechtliche Anordnungen zur weiteren Aufbewahrung der AVR-Brennelemente im bestehenden Zwischenlager erteilt. Am 2. Juli 2014 schließlich hat das Wirtschaftsministerium NRW eine atomrechtliche Anordnung zur unverzüglichen Entfernung der AVR-Brennelemente aus dem bestehenden Zwischenlager erlassen, da aufgrund der Erkenntnisse zur Erdbebensicherheit eine Prognose zum Abschluss des laufenden Genehmigungsverfahrens nicht mehr möglich war. 

Das Forschungszentrum Jülich war daraufhin verpflichtet, ein Konzept zur Entfernung der AVR-Brennelemente aus dem AVR-Behälterlager vorzulegen. Das Konzept wurde der Atomaufsicht im Oktober 2014 übergeben. 

Mit der Bündelung der Nuklearkompetenzen von Forschungszentrum Jülich und der AVR GmbH zum 01.September 2015 in die neue Gesellschaft JEN ist auch die atomrechtliche Anordnung auf die JEN übergegangen. Diese ist somit bis zur Entfernung aller AVR-Brennelemente aus dem AVR-Behälterlager zum Besitz der Kernbrennstoffe berechtigt. Die weitere sichere und rechtskonforme Lagerung der AVR-Brennelemente ist damit gewährleistet.

Das genannte Detailkonzept beschreibt ausführlich die folgenden drei Optionen:

Die 3 Optionen

·         Rückführung in die USA

·         Transport ins Zwischenlager Ahaus

·         Neubau eines Zwischenlagers in Jülich

Zu den 3 Optionen

Hintergrund

Wie kam es zu der Anordnung der Atomaufsicht?

Welcher Reaktortyp war der AVR?

Alles zur AVR-Expertengruppe

Mehr Informationen

Fragen und Antworten

Woraus bestehen Brennelemente?

Was ist ein Castor?

Die häufigsten Fragen und ausführliche Antworten rund um die Brennelemente werden hier beantwortet.

Fragen & Antworten