Große Heiße Zellen

Die Großen Heißen Zellen wurden 1968 in Betrieb genommen. Mit ihren drei Zellenreihen dienten sie ursprünglich der werkstofftechnischen Untersuchung von bestrahlten Kernbrennstoffen und Reaktorkomponenten ebenso wie zur Konditionierung und zeitweiligen Lagerung der AVR-Brennelemente sowie der Reparatur und Zerlegung stark aktivierter und kontaminierter Reaktorbauteile. 

2002 wurde beschlossen, die Großen Heißen Zellen mit der Zielsetzung „Grüne Wiese“ sukzessive in den Rückbau zu überführen. 

Im Rahmen der darauf folgenden Rückbauaktivitäten ist bereits eine der drei Zellenreihen vollständig abgebaut und entsorgt worden. Daneben wurden bisher vorrangig Systeme außer Betrieb genommen und zurückgebaut, für die keine Verwendung mehr vorhanden war, sowie Maßnahmen durchgeführt, die zu einer Reduzierung des Aktivitätsinventars durch bestimmungsgemäße Konditionierung und Entsorgung beitrugen. Parallel dazu wurden und werden die weiterhin vorhandenen betrieblichen Kapazitäten der Großen Heißen Zellen im Rahmen der Betriebsgenehmigung für die Durchführung von Tätigkeiten für Institute des benachbarten Forschungszentrums Jülich und für Dritte genutzt.

Der Rückbau der Großen Heißen Zellen

Seit 2002 werden in den Großen Heißen Zellen Tätigkeiten durchgeführt, die der Vorbereitung des Rückbaus mit der Zielsetzung „Grüne Wiese“ dienen. Neben diesen Rückbautätigkeiten werden im Rahmen der Betriebsgenehmigung zurzeit noch in zwei Zellen hochaktive Komponenten, die aus laufenden Rückbauaktivitäten resultieren, zerlegt, sortiert und bestimmungsgemäß entsorgt.

In zwei weiteren Zellen wird eine Elektronenstrahlanlage betrieben, die der Durchführung von Materialuntersuchungen für den Bau des Fusionsreaktors ITER dient. Im Rahmen freier Kapazitäten werden darüber hinaus zusätzlich Leistungen an Dritte, wie Zellenarbeiten, Bereitstellung von Kontrollbereichsflächen inkl. Infrastruktur und personeller Unterstützung, angeboten.

Aufgaben

Zu den wesentlichen Aufgaben des Teams Betrieb Große Heiße Zellen gehören:

  • Aufrechterhaltung eines  genehmigungskonformen Labor- und Anlagenbetriebes
  • Durchführung von Fernhantierungstätigkeiten in Heißen Zellen
  • Modifizierung, Erprobung, Fertigung und Anwendung von Werkzeugen und anderen Hilfsvorrichtungen vor dem Hintergrund der erforderlichen Fernhantierung
  • Überwachung, Prüfung und Instandhaltung der infrastrukturellen und strahlenschutztechnischen Einrichtungen